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Was genau ist ein genetischer Fingerabdruck? Wie funktionieren Vaterschaftstests oder die Überführung von Tätern mittels DNA-Spuren? Diese spannenden Fragen haben die FOSis der 12G der Fachoberschule im Einrich im Fach Biologie und Gesundheit mit einem mobilen Genlabor des Landes Rheinland-Pfalz erforscht (Urheber: Frau Dr. Christina Schultheis, Herr Dr. Alexander Rotthues). Unter der Anleitung von Frau Lang erhielten die Lernenden an einem Vormittag faszinierende Einblicke in den Arbeitsalltag eines Labors.

Zur Vorbereitung auf das Experiment bauten die Schüler mithilfe von Modellmaterialien die Struktur der DNA nach – eine Aufgabe, die sie mit großem Interesse meisterten. Anschließend isolierten sie ihre eigene DNA aus Mundschleimhautzellen und untersuchten einen speziellen, nicht codierenden Abschnitt auf Chromosom 17 (VNTR Locus D17S30). Dieser Genort ist zwischen Individuen besonders variabel und wird häufig in der Forensik sowie bei Vaterschaftstests analysiert. Mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) vervielfältigten die Schülerinnen und Schüler den entsprechenden DNA-Abschnitt. Danach trennten sie die DNA-Fragmente mittels Gelelektrophorese auf. Die Begeisterung war groß, als sie ihre eigene DNA-Banden schließlich unter UV-Licht sichtbar machen konnten.

Diese Laboreinheit verdeutlicht die praxisorientierte Gestaltung an der FOS im Einrich. Durch innovative Projekte wird theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen verbunden, was das Lernen bereichert und vertieft. Solche Angebote fördern das Interesse an Naturwissenschaften und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern, wichtige Kompetenzen für ihre zukünftigen Herausforderungen zu entwickeln.

Die Lerngruppe und die betreuende Lehrkraft, Frau Lang, blicken auf eine äußerst lehrreiche und spannende Laboreinheit zurück, die den Schülern nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Freude am Experimentieren und Forschen weckt.

Artikel: Erika Gotthardt

Fotos: Erika Gotthardt und Amy Engel